Naturparkzentrum Wachtendonk, Haus Püllen

Anne und Jan paddeln nach Wachtendonk
Anne und Jan sind am Niederrhein unterwegs. Nachdem sie an der Langendorfer Mühle bei Grefrath in ein Kanu gestiegen und nach ca. 2 Stunden auf der Niers flussabwärts gepaddelt sind, erreichen sie Wachtendonk. Hinter der alten Burgruine von Wachtendonk befindet sich ein Schilfbereich, aus dem Laute zu hören sind.

Jan bläht seine Backen auf und kullert mit den Augen. „Du Froschkönig“, ärgert ihn Anne und beide lachen. Frösche gibt es hier eine Menge. Die beiden steigen hinter dem Schilfbereich an der Anlegestelle aus und werden auf ein Hinweisschild aufmerksam: „Sieh mal Jan, im Naturparkzentrum Haus Püllen soll es tolle Modelle von besonderen Lebensräumen mit seltenen Tieren und Pflanzen geben. Was hältst Du davon, wenn wir da reinschauen?“ Jan ist wie immer zu allen Taten bereit.

Der hilflose Fridolin Frosch
Neugierig machen sie sich auf den Weg in den historischen Ortskern von Wachtendonk und suchen den Eingang von Haus Püllen, einem alten Gebäude aus dem Jahre 1634. Im Eingangsbereich treffen sie auf Fridolin, den Frosch des Naturparkzentrums, der völlig aufgeregt von einem Ereignis erzählt, das sich in der Nacht abgespielt hatte. „Stellt Euch vor, diese Nacht sind alle Tiere aus meinem Teich gepurzelt. Alle meine Mitbewohner liegen jetzt hilflos am Boden.“

Völlig überrascht, wie so etwas überhaupt geschehen konnte, zeigt Fridolin Frosch ihnen die Stelle in der Kinderspielecke des Naturparkzentrums. In einer Holzplatte mit einem bunt angemalten Teich befinden sich große Lücken. Ein noch unbekanntes Ereignis hat dafür gesorgt, dass ein Wasserfrosch, ein Graureiher, ein Haubentaucher, eine Wasserschnecke, ein Stichling, ein Gelbrandkäfer, eine Kaulquappe, eine Libelle und ein Teichrohrsänger aus dem Teich zu Boden gefallen sind. „Ach je“, sagt Anne „ohne Wasser sind deine Kumpels ja ganz hilflos.“ Jan nickt zustimmend.
Fridolin Frosch bittet die Kinder, die herausgefallenen Tiere wieder an die richtige Stelle in den Teich zu setzen, denn er kann wegen seiner kleinen Größe nicht überall hinreichen. Anne und Jan schauen auf die Lücken im Teich und auf die Tiere am Boden und versuchen nun Fridolin Frosch zu helfen, die Tiere wieder an die richtige Stelle in den Teich zu setzen.

„Wackelschollen“ in Wachtendonk
„Aber wie konnte denn das passieren“, fragt Jan. Den Grund für den Fall der Tiere aus dem Teich kann Fridolin Frosch den Kindern nicht erklären. Aber er hatt ein Idee: „Fragt doch einmal den Mitarbeiter des Naturparkzentrums, der weiß vielleicht mehr.“ Als der Mitarbeiter von der Sache erfährt, zeigt er den Kindern eine Tafel in der Ausstellung des Naturparkzentrums, auf der große, tiefe Spalten im Erdreich zu sehen sind. Ein Informationstext erläutert, dass es hier in der Gegend Erdschollen gibt, die sich verhaken und unter Spannung geraten können. Bei einer Entspannung wird dann eine Erschütterung ausgelöst. „Aha, also ein Erdbeben“, meint Jan klug. „Damit wäre das Rätsel gelöst.“

„Wie entstehen eigentlich Erdschollen?“ möchte Anne wissen. „Das ist so...” beginnt der Mitarbeiter und erklärt Jan und Anne alles über diese Naturgewalten.

Und wenn ihr, liebe Kinder, auch erfahren möchtet wie die Erdbeben im Rheinland entstehen, dann kommt doch einmal in Wachtendonk vorbei und fragt nach den Erdschollen!

Naturparkzentrum Wachtendonk
Haus Püllen
Feldstraße 35
47669 Wachtendonk
www.naturparkschwalm-nette.de