Biologische Station Haus Bürgel

Flugkünstler im Pferdestall
Anne und Jan sind auf dem Weg zum Haus Bürgel. Plötzlich macht es Flatsch. „Blöder Mist!“, flucht Anne und schüttelt ihren rechten Fuß, an dem etwas Pferdeapfel pappt. Jan lacht. „Toller Mist!“, zwitschert eine Stimme aus der Luft. Jan und Anne drehen den Kopf in den Himmel. Da saust eine Rauchschwalbe über sie hinweg und schnappt nach einem Insekt. „Wieso toller Mist?“, ruft Anne der Schwalbe hinterher. Der wendige Vogel macht daraufhin eine rasante Flugschleife in der Luft und fängt eine Fliege.

„Ganz einfach“, piepst sie. „Hier leben Kaltblutpferde. Ich liebe ihren Mist, denn ohne ihren Mist gäbe es keine Fliegen und ohne Fliegen hätte ich nichts zu Essen. Schließlich komme ich gerade aus Afrika und habe großen Hunger“ - „Und was machst Du hier?“ wundert sich Jan . „Na, ganz einfach: ich hab mir eine Frau gesucht und mit der baue ich ein Nest. Wir ziehen hier im Sommer viele Jungen groß." - "Aha“, staunt Anne. „Wo baust Du Dein Nest?“ - „Dort im Pferdestall, in einer Nische unter der Decke.“ Jan macht einen Schritt nach vorne und reckt den Hals Richtung Stall. Dabei tritt er in eine matschige Pfütze.

Jetzt hat Anne gut lachen. Jan will gerade laut fluchen, da ruft die Schwalbe begeistert: „Toller Schlamm“, schwingt sich von Jans Kopf und setzt sich an den Rand der Pfütze. Geschickt nimmt sie etwas Schlamm in den Schnabel auf und fliegt in Richtung Stall. „Was machst Du damit?“, ruft Jan hinterher. „Na, das Nest bauen“, zwitschert die Schwalbe und ist auch schon im Stall verschwunden...

Kaltblut, Kräutergarten und Pferde-Äpfel
Plötzlich liegt ein angenehmer Duft in der Luft. Anne und Jan schnuppern noch als sich ein mächtiges Kaltblut nähert. Der Hengst scharrt mit den Hufen und flüstert: „Dort hinten gibt es leckere Kräuter.“ „Wo?“, fragt Anne. „Kommt mir nach“, grummelt der Hengst, „ich führe euch dorthin.“ Langsam trabt er los und bleibt vor einem wunderschönen Garten stehen. „Historisch“, sagt der Hengst und beißt erstmal ein Stück Löwenzahn ab. „Hier gibt es Pflanzen wie vor 2000 Jahren bis zu unserer Zeit: Von den Germanen, den Römern, aus dem Mittelalter und aus der neuen Welt.“ „Und die kann man alle essen?“, will Anne wissen.

„Ihr schon, ich nicht“, sagt der Hengst. Wieso Du nicht? Von dem Kohl und Erbsen der Germanen bekomme ich Bauchweh. Tomaten und Kartoffeln kommen aus Südamerika, die mag ich nicht. Aber die „Pizzakräuter“ von den Römern, die sind lecker!" Der Hengst leckt sich das Maul. „Das musst Du uns näher erklären“ sagt Jan. „Später vielleicht“, antwortet das Kaltblut. „Jetzt möchte ich nach den Pferdeäpfeln sehen.“ Anne verzieht das Gesicht. Nicht schon wieder.... „Nein, nicht solche,“, wiehert der Hengst, „sondern die Äpfel von der Obstwiese."

"Hier wachsen besonders leckere und seltene Sorten heran und hin und wieder darf ich einen Apfel naschen. Ihr beide übrigens auch. Aber erst im Herbst, bis dahin müssen die Äpfel reifen. Zunächst werden im Frühjahr die Apfelblüten bestäubt, ihr wisst ja, die Bienchen und die Blümchen... Übrigens: Kennt ihr das Hotel zur „Wilden Biene“ und die Geschichte von der eingemauerten Prinzessin?" Jan und Anne schütteln den Kopf. „Später“, sagt der Hengst erneut und trabt davon.

Liebe Kinder, möchtet ihr auch auf Entdeckungsreise gehen wie Jan und Anne? Dann kommt uns besuchen. Das könnt ihr alles bei uns erleben:

Mit dem GPS unterwegs, Rallye für kleine Forscher, Kindergeburtstage

Biologische Station Haus Bürgel
Stadt Düsseldorf • Kreis Mettmann e.V.
Urdenbacher Weg Haus Bürgel
40789 Monheim am Rhein
www.biostation-D-ME.de